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Mobilitätskonzept Schule

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Ein Mobilitätskonzept Schule (früher: Schulwegplan) ermöglicht eine genaue Erfassung und Analyse von Schulwegen und die Erarbeitung von Lösungen, welche alle ermittelten Probleme berücksichtigen. Das Mobilitätskonzept in Kürze:

  • Partizipatives Vorgehen, das die ganze Schulgemeinschaft miteinbezieht
  • Leitungsteam, in dem alle betroffenen Ämter vertreten sind
  • Bericht, der die Schulwege der Schülerinnen und Schüler detailliert auflistet und analysiert
  • Karten, um die Schülerströme, die Bewegungen und Gefahrenstellen aufzuzeigen
  • Didaktische Aktivitäten und Sensibilisierung
  • Konkrete Vorschläge, um den Schulweg sicherer zu machen und den Langsamverkehr zu fördern

Ein Mobilitätskonzept Schule verläuft je nach Bedürfnissen der jeweiligen Schule über einen Zeitraum von 9 bis 12 Monaten und ist in 5 Schritte unterteilt:

  1. Mobilitätsumfrage
  2. Mobilitätsbilanz
  3. Begehung vor Ort & Empfehlungen
  4. Information & Sensibilisierung
  5. Evaluation

Mehr Infos

Die hier aufgeführten Beispiele stehen in der Sprache zur Verfügung, in der das jeweilige Mobilitätskonzept Schule (früher: Schulwegplan) realisiert wurde.

Ein Mobilitätskonzept Schule bietet einem mit der Verbesserung der Infrastruktur beauftragten Ingenieurbüro eine genaue Analyse der Schulwege und der Häufigkeit ihrer Wahl. Zudem zeigen sie die Sichtweise der Nutzerinnen und Nutzer, eine wichtige Ergänzung zur technischen Sicht.
Claude Morzier, zertifizierter Experte für Verkehrssicherheit
Das Mobilitätskonzept Schule sieht ein didaktisches Vorgehen vor, das sowohl die Eltern als auch die Schülerinnen und Schüler selber miteinbezieht. Letztere werden – ganz im Sinne des Westschweizer Lehrplans – angeregt, über die verschiedenen Verkehrsmittel und deren Auswirkungen auf die Umwelt nachzudenken.
Diane Mazzotti Clopt, Lehrerin, Primarschule Devin-du-Village
Kinder sollen zu Fuss in die Schule gehen können. Das ist nicht nur gesund und ökologisch; für die Kinder ist der Schulweg auch ein wichtiger Lernort. Dazu braucht es sichere Schulwege. Mit dem Mobilitätskonzept Schule leistet der VCS einen wichtigen Beitrag zur Schulwegsicherheit.
Franziska Teuscher, Gemeinderätin Stadt Bern, Direktorin für Bildung, Soziales und Sport
Ein Mobilitätskonzept Schule stellt eine wesentliche Ergänzung zu den technischen Studien dar. Durch den Einbezug aller Ansichten können die Probleme besser evaluiert und Lösungen entworfen werden.
Paolo Chiararia, Stadt Genf
Mit dem Mobilitätskonzept Schule zeigt sich, was für Infrastruktur- oder Betreuungsmassnahmen erforderlich sind, damit sich das Kind im komplexen öffentlichen Raum zurechtfindet. Der Schulweg ist auch ein Lernort städtischen Lebens, der dem Kind ermöglicht, in Sachen Motorik, Mobilität, Selbstvertrauen und Sozialisierung zu wachsen.
Philippe Gasser, Verkehrs- und Städtebauingenieur, CITEC